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LBO - Landesverband Bayerischer 
Omnibusunternehmen e.V.
Stephan Rabl
Geschäftsführer
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80992 München
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LBO - Landesverband Bayerischer 
Omnibusunternehmen e.V.
Kirstin Neumayr
Touristik & Öffentlichkeitsarbeit
Georg-Brauchle-Ring 91
80992 München
neumayr@lbo-online.de
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Pressemitteilungen

Ostbayerisches Busunternehmertreffen

mit Landrat Franz Löffler (CSU) im Bayerischen Wald

Am 16. Januar trafen sich auf Initiative der Zwiesler Busunternehmerin und LBO-Bezirksvorsitzenden Carolin Lambürger-Treml rund 40 Busunternehmerinnen und -unternehmer aus Niederbayern und der Oberpfalz zu ihrem traditionellen Stockturnier in Zwiesel sowie zum anschließenden Unternehmergespräch im Glasdorf Weinfurtner in Arnbruck. Dort erörterte Franz Löffler (CSU), Landrat im Landkreis Cham und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr beim Bayerischen Landkreistag mit den Unternehmern und Verbandsvertretern die verkehrs- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen für die rund 220 mittelständischen Busbetriebe der Region.

Franz Löffler betonte in seinen einführenden Worten die enorme Bedeutung verlässlicher Mobilität für den wirtschaftlichen Erfolg gerade im ländlichen Raum. Ein gut funktionierender öffentlicher Personennahverkehr, genauso ein verlässlicher Schülerverkehr mit Bussen sei für die Menschen elementar und unerlässlich. „Der Bus ist in Ostbayern ein unverzichtbares Verkehrsmittel, um den Menschen im ländlichen Raum ein attraktives Mobilitätsangebot zu ermöglichen. Umso wichtiger ist es, dass die Kommunen als Aufgabenträger mit den Verkehrsunternehmen an einem Strang ziehen, um dafür die nötige Grundlage zu schaffen. Die Herausforderungen vieler Landkreise zur Finanzierung des ÖPNV sind enorm. Bund und Land müssen endlich handeln und eine zukunftsfähige Finanzierungsgrundlage auf die Beine stellen!“

Landrat Löffler dankte den anwesenden Verkehrsunternehmerinnen und -unternehmern für ihre zuverlässige Arbeit und das gute Miteinander. Gerade in Ostbayern, wo über 80 Prozent des gesamten Nahverkehrs von kleinen und mittelständischen Familienbetrieben bedient würden und über 120 Millionen Menschen jährlich den Bus als umweltfreundliches Verkehrsmittel nutzten, sei ein Ausbau des ÖPNV-Angebots deshalb dringend erforderlich, so Löffler.

LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl erklärte, dass zur Gewährleistung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land sowie zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung Ostbayerns die verkehrspolitischen Weichen richtig gestellt werden müssten. Hierzu gehörten insbesondere eine verlässliche und langfristige Finanzierungszusage des Freistaats an die Aufgabenträger, auskömmliche und mittelstandsfreundliche Verkehrsverträge, der Abbau von Bürokratie sowie eine Reform des Führerscheinrechts. „Angesichts einer dramatischen Unterfinanzierung des ÖPNV, damit einhergehend nicht kostendeckenden Verkehrsverträgen sowie nicht zuletzt ca. 4.000 fehlenden Busfahrerinnen und Busfahrern bayernweit, fällt es vielen Betrieben zunehmend schwer ihre vertraglichen Verpflichtungen im ÖPNV und Schülerverkehr zu 100 Prozent sicherzustellen“ so Rabl.

Zwiesel, 16. Januar 2026

Massiver Strukturbruch im privaten Bussektor

Weckruf für die Politik

MÜNCHEN. Die aktuellen vorläufigen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik senden ein dramatisches Warnsignal für die Zukunft des privaten Busmittelstands in Bayern: Die Zahl der privaten Verkehrsunternehmen ist von 938 im Jahr 2022 auf nur noch 810 im Jahr 2024 gesunken. Innerhalb von nur zwei Jahren sind damit 128 Betriebe vom Markt verschwunden – ein Rückgang von 13,7 Prozent. Ein derart starker Einbruch in einer so kurzen Zeitspanne wurde bislang noch nie verzeichnet.

Die Ende November veröffentlichten Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik zum gewerblichen Straßenpersonenverkehr zeichnen ein dramatisches Bild von der Situation des bayerischen Mittelstands im Verkehrsgewerbe: Während die Leistungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) konstant bleiben und sogar wachsen, was die steigenden Beschäftigten- und Fahrzeugzahlen zeigen, verschwinden die regional verwurzelten Leistungsträger – die familiengeführten kleinen und mittelständischen Busbetriebe.

„Ein Rückgang von 13,7 Prozent bzw. 128 Betrieben innerhalb von nur zwei Jahren, das ist ein fatales Signal für den familiär geprägten Mittelstand im bayerischen Busgewerbe. Diese Entwicklung ist kein schleichender Strukturwandel mehr, sondern eine dramatische Marktkonsolidierung. Wenn die Politik jetzt nicht entschlossen gegensteuert, werden noch deutlich mehr Betriebe verschwinden. Die neuen Zahlen müssen der letzte Weckruf sein“, fordert LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl. „Außerhalb der Städte stellen die privaten Busbetriebe das Rückgrat der Mobilität im bayerischen Nah- und Schülerverkehr. Ohne sie läuft hier buchstäblich nichts“, warnt Rabl. 

Insgesamt hat sich die Anzahl privat geführter Verkehrsunternehmen laut den Statistischen Berichten seit 2004 von damals 1.242 Unternehmen um 432 bzw. um über 30 Prozent verringert. Eine an sich bereits besorgniserregende Entwicklung. Die Geschwindigkeit der Geschäftsaufgaben der letzten Jahre zeigt jedoch, dass dahinter politische Entwicklungen zu Lasten des Mittelstands stehen müssen, wie zum Beispiel mittelstandsfeindliche Vergaben, mangelhaft finanzierte Verkehrsverträge, die Kommunalisierung von Verkehrsleistungen, das Bürokratiemonster Deutschlandticket oder auch die ausbleibenden Reformen beim Führerscheinerwerb.

Dabei belegen die Statistiken, dass private Busunternehmen (noch) eine tragende Säule der Mobilität in Bayern darstellen. Allein 2024 beförderten private Unternehmen über 310 Millionen Fahrgäste, davon knapp 299 Millionen im Liniennahverkehr. Dennoch geraten immer mehr Betriebe wirtschaftlich an ihre Belastungsgrenzen. „Viele Betriebe stehen wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand. Wer heute investiert, tut das unter einem enormen Risiko. Ohne verlässliche politische Rahmenbedingungen, zu denen auch die Anwendung des kürzlich veröffentlichten Bayern-Index BUS (ÖPNV) gehört, ist der Erhalt der mittelständischen Branchenstruktur nicht mehr möglich“, warnt Rabl. Der LBO sieht deshalb die Staatsregierung sowie die kommunalen Aufgabenträger klar in der Pflicht, dieser Entwicklung mit schnellen und umfassenden Maßnahmen entgegenzutreten.

München, 8. Dezember 2025

LBO-Pressemitteilung Nr. 9/2025 - Strukturbruch im privaten Bussektor (pdf)

Anlage: Branchenkennzahlen gewerblicher Straßenpersonenverkehr in Bayern

Wechsel an der LBO-Verbandsspitze

Isabelle Brodschelm (Burghausen) zur neuen LBO-Präsidentin gewählt

Im Rahmen der 79. Jahrestagung des Landesverbandes Bayerischer Omnibusunternehmen e.V. (LBO) in Ingolstadt wurde gestern einstimmig Frau Isabelle Brodschelm zur neuen Präsidentin des Branchenverbandes gewählt. Die 39-jährige Busunternehmerin aus Burghausen übernimmt damit das Amt von Dr. Sandra Schnarrenberger (Neu-Ulm), die künftig in zweiter Reihe als Vizepräsidentin gemeinsam mit Stefan Bruckner (Sulzbach-Rosenberg) die Interessen der privaten Busbetriebe in Bayern vertritt. Die LBO-Mitglieder würdigten vor rund 300 Tagungsgästen den ehrenamtlichen Einsatz von Frau Dr. Schnarrenberger, die neun Jahre lang mit großem Engagement die Geschicke des Verbandes lenkte.

INGOLSTADT. Einstimmig wählten die bayerischen Busunternehmen im Rahmen der Mitgliederversammlung ihres Branchenverbandes am 19. November im Maritim Congress Center Ingolstadt Frau Isabelle Brodschelm zu ihrer neuen Präsidentin. Die 39-jährige Busunternehmerin aus Burghausen vertritt ab sofort an der Verbandsspitze die Interessen der privaten Busunternehmen in Bayern auf nationaler und internationaler Ebene.

Isabelle Brodschelm leitet seit 2013 den gleichnamigen Verkehrsbetrieb in Burghausen mit rund 100 Mitarbeitern. Sie gehört seit 2015 dem LBO-Vorstand an. Im November 2018 wurde sie zur Vizepräsidentin gewählt. Zugleich ist Isabelle Brodschelm in den Ausschüssen für ÖPNV und Öffentlichkeitsarbeit auch in die bundesweite Verbandsarbeit des bdo e.V. in Berlin eingebunden. Als Stellvertretende Vorsitzende der Mittelstandsunion Altötting und Kandidatin (CSU) für den Kreisrat Altötting sowie für den Stadtrat Burghausen ist sie auch politisch engagiert.

In ihrer Amtszeit erwarten sie in den nächsten drei Jahren große Herausforderungen. Die rund 1.000 überwiegend familiengeführten mittelständischen Busbetriebe in Bayern sehen sich mit wachsenden Ansprüchen im Zuge der Digitalisierung und Elektrifizierung konfrontiert. Auf der anderen Seite lähmen Bürokratismus und Fahrpersonalmangel die Unternehmen.

Isabelle Brodschelm: „Es gilt nicht nur die Finanzierung des ÖPNV und die Investitionsfähigkeit der privaten Betriebe zu garantieren, sondern auch die unternehmerische Handlungsfähigkeit und Planbarkeit wiederherzustellen, um die Herausforderungen z.B. beim Deutschlandticket oder auch in Bezug auf die Klimaschutzziele meistern zu können. Die privaten Busunternehmen sind die Garanten für einen flexiblen und bezahlbaren öffentlichen Nah- und Schülerverkehr und bieten eine umwelt- und klimafreundliche Alternative im Ausflugs- und Reiseverkehr. Damit das so bleibt, muss die Unternehmervielfalt erhalten und eine mittelstandsfreundlichere Wirtschafts-, Verkehrs- und Finanzpolitik ausgebaut werden“, so die neue LBO-Präsidentin.    

Bayern-Index ÖPNV (Bus)

Neue Grundlage für eine langfristig planbare und transparente Finanzierung des Nahverkehrs mit Bussen in Bayern

MÜNCHEN. In Bayern soll mit einem neu entwickelten Bayern-Index ÖPNV (Bus) für kommunale Aufgabenträger sowie für die von ihnen beauftragten privaten Busunternehmen in mehrjährigen Verkehrsverträgen zukünftig mehr Transparenz und Planbarkeit herrschen. Der heute vorgestellte Index stellt erstmals ein eigenständiges, bayernspezifisches Instrument zur Verfügung, das die maßgeblichen Kostenentwicklungen im Busverkehr systematisch und nachvollziehbar abbildet. Der Index wird künftig jährlich und halbjährlich aktualisiert und bildet damit eine verlässliche Grundlage für die Fortschreibung von Verträgen, Vergütungen und Finanzierungsvereinbarungen im ÖPNV.

Entwickelt wurde der Bayern-Index ÖPNV (Bus) durch den Bayerischen Städtetag, den Bayerischen Landkreistag, den Bayerischen Industrie- und Handelskammertag (BIHK), den Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen e. V. (LBO) sowie die Landesgruppe Bayern des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Alle Beteiligten sind sich einig, dass der Index ein strategisches Instrument ist, um die Kostenentwicklung im bayerischen Busverkehr fair und nachvollziehbar darzustellen. Er trägt wesentlich dazu bei, dass Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger in Zukunft mit größerer Sicherheit kalkulieren können und schafft damit Stabilität für die Daseinsvorsorge im ganzen Freistaat.

Ein Kernanliegen aller Partner ist es, dass der Index neutral und unabhängig entwickelt wurde und zukünftig berechnet wird. Mit der methodischen Entwicklung und Berechnung des Index wurde die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PKF Industrie- und Verkehrstreuhand GmbH, die langjährige Erfahrung im Bereich ÖPNV mitbringt, beauftragt. Somit ist sichergestellt, dass sowohl die Interessen der Verkehrsunternehmen als auch die der Aufgabenträger gemeinsam verfolgt werden und der Bayern-Index ÖPNV (Bus) damit eine von allen Seiten akzeptierte und verlässliche Vertragsgrundlage werden kann.
„Mit der heutigen Veröffentlichung des Bayern-Index ÖPNV (Bus) schaffen wir eine neutrale und verlässliche Grundlage für die Fortschreibung der Kosten im bayerischen Busverkehr. Dieses Instrument gibt Aufgabenträgern wie auch Verkehrsunternehmen Sicherheit und sorgt dafür, dass der ÖPNV in Bayern auch in Zukunft fair, stabil und leistungsfähig bleibt,“ sind sich die Initiatoren einig.
Der Bayern-Index ÖPNV (Bus) berücksichtigt alle relevanten Kostenbestandteile – insbesondere Personal- und Energiekosten. Er eignet sich gleichermaßen für die Anwendung in öffentlichen Dienstleistungsaufträgen, allgemeinen Vorschriften oder Vertragsfortschreibungen im Schülerverkehr. Durch seine Struktur ist er flexibel nutzbar und kann auch für neue Technologien wie Elektrobusse angepasst werden.
Die Trägerorganisationen empfehlen allen Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen, den Bayern-Index ÖPNV (Bus) künftig als Standardinstrument in Verträgen und Finanzierungsvereinbarungen einzusetzen. Durch die Indexierung werden Risiken für beide Seiten reduziert, hohe Risikoaufschläge vermieden und ein stabiles Angebot im ÖPNV sichergestellt. Von Kostenerhöhungen sind die Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen direkt betroffen. Mit dem Bayern Index ÖPNV (Bus) schreiten die Aufgabenträger voran. Der Freistaat Bayern ist aufgerufen, die Mittelzuweisungen laufend den tatsächlichen Kostenentwicklungen des ÖPNV in Bayern anzupassen.

Die heute veröffentlichten Werte des Bayern-Index ÖPNV (Bus) stehen ab sofort online unter https://www.öpnv-index.bayern zur Verfügung.

München, 26. September 2025

Pressekontakte:
Bayerischer Städtetag: Florian Gleich (florian.gleich@bay-staedtetag.de; 089/29 00 87 30)
Bayerischer Landkreistag: Sarah Honold (sarah.honold@bay-landkreistag.de; 089/28 66 15 25)
LBO: Stephan Rabl (rabl@lbo-online.de; 089/12 11 50 3)
VDV Bayern: Burkhard Hüttl (huettl@vdv.de; 089/21 91 22 40)
BIHK: Dr. Korbinian Leitner (leitner@muenchen.ihk.de; 089/51 16 17 70)
PKF IVT: Leo Ernst, Benjamin Feldmann, Vanessa Pajung (bayern-index@pkfivt.de; 089/290 32 0)

Anlage

Streitereien, Vandalismus, Respektlosigkeit

Probleme im Schülerverkehr nehmen zu. Schulbus bleibt dennoch sicherstes Verkehrsmittel

MÜNCHEN. Die Ergebnisse einer aktuellen Mitgliederbefragung des Landesverbands Bayerischer Omnibusunternehmen e.V. (LBO) zeichnen ein klares Bild: Viele Busunternehmen in Bayern berichten von zunehmenden Problemen im Schülerverkehr. Von Sachbeschädigung über Beleidigungen bis hin zu körperlichen Auseinandersetzungen – das Fehlverhalten im Schulbus nimmt spürbar zu. Dennoch: Der Schulbus bleibt das sicherste und zuverlässigste Verkehrsmittel für den täglichen Schulweg.

In der Umfrage, an der sich eine Vielzahl der rund 700 bayernweit im Schülerverkehr tätigen privaten Busunternehmen beteiligten, gaben rund 80 Prozent aller Befragten an, aktuell mit problematischem Verhalten von Schülerinnen und Schülern zu kämpfen zu haben. Am häufigsten seien Sachbeschädigungen wie zerstörte Sitzpolster oder beschmierte Scheiben. Ebenso komme es in vielen Bussen zunehmend auch zu Beleidigungen des Fahrpersonals, respektlosem Verhalten und Rangeleien unter den Schülerinnen und Schülern.

"Die Situation hat sich in den letzten fünf Jahren nach Einschätzung der Unternehmen spürbar verschlechtert", erklärt LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl. "Viele unserer Mitglieder berichten übereinstimmend, dass Respekt und Rücksichtnahme deutlich abgenommen haben. Damit wächst auch die Belastung für das Fahrpersonal erheblich."
Trotz dieser Herausforderungen bleibt der Schulbus aber das sicherste Verkehrsmittel für den Schulweg. "Die statistischen Zahlen belegen seit Jahren: Kein anderes Verkehrsmittel bringt Kinder so sicher zur Schule wie der Bus", betont Rabl.

Die Unternehmen versuchen mit verschiedenen Maßnahmen gegenzusteuern – etwa durch Schulungen des Fahrpersonals, Gespräche mit Eltern und Schulen oder Videoüberwachung. Regelmäßig aufkommende Forderungen nach zusätzlichem Aufsichtspersonal im Bus sind zwar verständlich, aber aufgrund der angespannten öffentlichen Haushalte meist schwer umsetzbar.

Dabei wird auch eines deutlich: Das Hauptproblem fährt häufig gar nicht mit – sondern bleibt zu Hause. „Wenn Eltern Fehlverhalten ihrer Kinder bagatellisieren oder sich bei Beschwerden reflexhaft schützend vor sie stellen, sind Busunternehmen und Fahrpersonal machtlos“.
"Wir brauchen eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung", fordert Rabl. "Die Busunternehmen dürfen mit diesen Problemen nicht allein gelassen werden. Es braucht klare Regeln, Rückhalt für Fahrerinnen und Fahrer sowie eine Kultur des gegenseitigen Respekts."

Anlage

Tarifvertrag für Omnibusfahrer in Bayern erneut allgemeinverbindlich erklärt

Sozialpartner setzen klares Zeichen gegen Lohn- und Sozialdumping

MÜNCHEN. Die Busfahrerinnen und Busfahrer im privaten Omnibusgewerbe in Bayern profitieren erneut von einem allgemeinverbindlichen Lohntarifvertrag. Am 23. Juni 2025 hat der Tarifausschuss beim Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales den zwischen dem Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) und der Gewerkschaft ver.di abgeschlossenen Lohntarifvertrag Nr. 31 rückwirkend zum 1. April 2025 für allgemeinverbindlich erklärt. Die Regelung gilt für die Lohngruppen 2aa bis 2ad.

Die Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) bewirkt gemäß Tarifvertragsgesetz, dass die tariflichen Rechtsnormen auch für bislang nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Arbeitnehmer innerhalb des Geltungsbereichs verbindlich werden. Damit haben alle Omnibusfahrerinnen und -fahrer in privaten bayerischen Busbetrieben Anspruch auf die tariflich festgelegten Löhne sowie auf sämtliche Zuschläge – etwa für Schicht-, Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie Mehrarbeit. Der Tarifvertrag gilt mindestens bis zum 31. Dezember 2027.

Die Einhaltung gesetzlich und tarifvertraglich vorgegebener sozialer Standards und Arbeitsbedingungen liegen im öffentlichen Interesse und sind für den Erhalt der Verkehrssicherheit unerlässlich. „Mit der Allgemeinverbindlicherklärung des Lohntarifvertrags haben das Arbeitsministerium und die Sozialpartner ein starkes Signal gegen Lohn- und Sozialdumping gesetzt“, betont Nico Schoenecker, Vorsitzender der LBO-Tarifkommission. „Gerade angesichts der hohen Verantwortung des Fahrpersonals ist es essenziell, dass die Löhne ein gutes Einkommen ermöglichen und Beschäftigte nicht in Zweit- oder Drittarbeitsverhältnisse gedrängt werden.“

Angemessene Lohn- und Arbeitsbedingungen sind nicht nur ein Gebot der Fairness, sondern auch ein entscheidender Faktor zur Sicherung der Verkehrssicherheit und zur Bekämpfung des Fachkräftemangels in der Branche. Die AVE ist ein deutliches Zeichen der Wertschätzung für die tägliche Leistung der Fahrerinnen und Fahrer.

Anlage

Busreisen stärken Nachhaltigkeit und Tourismusstandorte in Bayern

Studie belegt zentrale Rolle des Reisebusverkehrs

Der Reisebus ist nicht nur das klimafreundlichste motorisierte Reiseverkehrsmittel, sondern wirkt darüber hinaus als bedeutender Wirtschaftsfaktor im bayerischen Tourismus – mit einem enormen Wachstumspotential. Dies belegt eine aktuelle Studie der dwif-Consulting GmbH im Auftrag des Landesverbandes Bayerischer Omnibusunternehmen e.V. (LBO) und gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, die heute im Forsthaus Valepp vorgestellt wurde.  

Die Studie zeigt eindrucksvoll: Busreisende tragen in Bayern nicht nur zur Sicherung der gut 23.000 Arbeitsplätze im Reiseverkehr und in der Nahversorgung mit Bussen bei. Sie generieren über Zusatzausgaben auch eine 6-fache Multiplikatorwirkung an Arbeitsplätzen über andere Branchen hinweg. Gleichzeitig entlastet der Bus als effizientes und platzsparendes Verkehrsmittel die stark frequentierten Urlaubsregionen und gleicht räumliche und zeitliche Mobilitätsspitzen aus.

„Nachhaltige Mobilität braucht starke Partner – und der Reisebus ist einer der stärksten. Er bringt auch Menschen in der Fläche umweltschonend ans Ziel und sorgt gleichzeitig für wirtschaftliche Impulse in allen Regionen Bayerns“, betonte Tourismusministerin Michaela Kaniber im Vorfeld der offiziellen Studienpräsentation in München.
 
Die Ergebnisse der Studie unterstreichen, dass der Reisebus als das umweltfreundlichste motorisierte Reiseverkehrsmittel nicht nur für Zielgruppen wie Schulklassen, Vereine oder Seniorengruppen eine nachhaltige, bezahlbare und gemeinschaftliche Reiseform bietet. Wachstumspotentiale ergeben sich laut der Studie vor allem bei klimabewussten, kaufkräftigen Reisenden mit hohem Qualitätsanspruch sowie bei jungen Erwachsenen, die bereit sind, für nachhaltige, bequeme und erlebnisorientierte Reiseformen mehr zu bezahlen. Hier spielen auch die Digitalisierung und der Umstieg auf Elektromobilität eine wichtige Rolle.

„Der Reisebus vereint ökologische Effizienz mit hoher Wirtschaftswirkung. Er ist ein unterschätzter Schlüssel zu einer nachhaltigen Tourismusentwicklung in Bayern - und zwar insbesondere in der Fläche, denn anders als die Bahn kommt der Bus überall hin“, erklärte Dr. Andrea Möller, Projektleiterin der dwif GmbH.
 
Zusätzlich wurden Handlungsempfehlungen zur besseren Integration des Busreiseverkehrs in die Tourismusstrategien vor Ort formuliert – etwa durch gezielte busfreundliche Infrastruktur-maßnahmen, wie optimierte Zufahrtsmöglichkeiten, Haltepunkte und Busparkplätze, eine Qualitätsverbesserung im Empfang und Willkommensservice für Gruppen sowie aktive Kooperationen zwischen Busunternehmen und Destinationen. Zudem können digitale Lösungen zur Besuchererfassung und -lenkung Gruppen besser verteilen und Spitzenzeiten entzerren. 
 
LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl resümiert: „Unsere Studie zeigt klar: Wer den nachhaltigen Tourismus in Bayern fördern will, kommt am Reisebus nicht vorbei. Er ist Rückgrat für Mobilität, Klimaschutz und wirtschaftliche Wertschöpfung – gerade auch im ländlichen Raum. Reisebusse sollten daher als Bestandteil nachhaltiger Mobilitätsstrategien in die Tourismuskonzepte integriert werden – inklusive Umweltaspekten, Verkehrsentlastung und Barrierefreiheit“.

Die vollständige Studie steht hier zum Download (pdf-Datei, 1,56 GB) bereit:

Studie „Wachstumschancen des Bustourismus in Bayern“

Anlage

Tarifrunde 2025

Neuer Lohntarifvertrag ab 1. April 2025 für das private bayerische Omnibusgewerbe beschlossen

MÜNCHEN. Busfahrerinnen und Busfahrer in Bayern bekommen ab 1. April 2025 mehr Lohn. Der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen e.V. (LBO) und die Gewerkschaft Ver.di haben sich am 2. April 2025 auf einen neuen Lohntarifvertrag für die gewerblichen Arbeitnehmer des privaten Omnibusgewerbes in Bayern geeinigt. Für die rund 18.000 Beschäftigten bei privaten Verkehrsunternehmen bedeutet dies einen Lohnzuwachs in drei Stufen von durchschnittlich insgesamt 9 Prozent.

Der neue Lohntarifvertrag Nr. 31 für die gewerblichen Arbeitnehmer des privaten Omnibusgewerbes ist ab 1. April 2025 mit einer Laufzeit von 33 Monaten bis 31. Dezember 2027 gültig. Die Fahrerlöhne in Lohngruppe 2 steigen in drei Stufen linear zwischen 8,91 und 9,33 Prozent. Die Vergütung für die Auszubildenden wird analog erhöht.

Der Tarifabschluss ist hoch ausgefallen und stellt die privaten Betriebe vor Herausforderungen in Anbetracht des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds. Die Laufzeit von 33 Monaten gewährt den Unternehmen jedoch Planungssicherheit, was angesichts der ungewissen Zukunft bei Themen wie Deutschlandticket und zunehmenden Finanznöten von Landkreisen und Kommunen dringend notwendig ist. „Besonders wichtig war uns bei diesem Tarifabschluss, die Attraktivität der privaten Omnibusunternehmen in Bayern als Arbeitgeber zu bewahren“, so der LBO-Tarifkommissionsvorsitzende Nico Schoenecker. Und weiter: „Danke an die Gewerkschaft Ver.di für die zügigen und produktiven Gespräche.“

Die Tarifvertragsparteien von LBO und Ver.di werden gemeinsam einen Antrag auf Allgemeinverbindlicherklärung des Lohntarifvertrags Nr. 31 stellen.

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Ostbayerisches Busunternehmertreffen

Unternehmergespräch des LBO mit Muhanad Al-Halak MdB

Am 24. Januar trafen sich auf Initiative der Zwiesler Busunternehmerin und LBO-Bezirksvorsitzenden Carolin Lambürger-Treml rund 40 Busunternehmerinnen und -unternehmer aus Niederbayern und der Oberpfalz zu ihrem traditionellen Stockturnier in Zwiesel sowie zum anschließenden Unternehmergespräch in Bodenmais im Landkreis Regen. Dort erörterte Muhanad Al-Halak (FDP), Bundestagsabgeordneter aus Freyung-Grafenau und Wahlkreiskandidat in Deggendorf mit den Unternehmern und Verbandsvertretern die verkehrs- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen für die rund 270 mittelständischen Busbetriebe der Region.

In seinen einführenden Worten hob der Abgeordnete die enorme Bedeutung des öffentlichen Personennahverkehrs für die Mobilität und Teilhabe der Menschen, gerade im ländlichen Raum, hervor und dankte den Unternehmerinnen und Unternehmern für ihre zuverlässige Arbeit – die aufgrund des gravierenden Fahrermangels alles andere als einfach sei. Gerade in Ostbayern, wo über 80 Prozent des gesamten Nahverkehrs von kleinen und mittelständischen Familienbetrieben bedient würden und über 120 Millionen Menschen jährlich den Bus als umweltfreundliches Verkehrsmittel nutzten, müsse dem Personalmangel zügig etwas entgegengesetzt werden, so Al-Halak. Er unterstütze deshalb das Bemühen der Branche für Reformen beim Führerscheinrecht.

LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl erklärte, dass hierfür die Ausbildungspraxis grundlegend reformiert werden müsse. „Es kann nicht sein, dass die gleiche Ausbildung in Österreich deutlich schneller und vor allem zu einem Bruchteil der Kosten absolviert werden kann.“ Werden in Deutschland weit mehr als 10.000 Euro für den Busschein fällig, sind es in Österreich nur rund 3.000 Euro – bei absolut gleichwertiger Ausbildung. Die notwendigen angesprochenen Reformvorschläge aus der Branche lägen dem Bundesverkehrsministerium seit geraumer Zeit vor, seien aber nicht zuletzt aufgrund des Ampel-Aus nicht mehr in Angriff genommen worden.
Angesichts ca. 4.000 fehlender Busfahrer bayernweit fällt es vielen Betrieben zunehmend schwer ihre vertraglichen Verpflichtungen, den ÖPNV und Schülerverkehr vollumfänglich sicherzustellen, zu gewährleisten. „Jeder einzelne Betrieb würde sofort Fahrerinnen und Fahrer einstellen, wenn es sie nur gäbe“, bestätigt die niederbayerische LBO-Bezirksvorsitzende Lambürger-Treml.

Darauf aufbauend und mit Blick auf das Deutschlandticket bestätigte Al-Halak, dass gerade im ländlichen Raum und insbesondere im Bayerischen Wald, die Verfügbarkeit und weniger der Preis öffentlicher Mobilität an erster Stelle stehen müsse. Denn was nütze ein Flatrate-Ticket, wenn es kein Angebot es zu nutzen gebe?
 

Anlage

Branchentreff der bayerischen Busunternehmen

LBO-Jahrestagung mit Staatsministerin Ulrike Scharf MdL am Mittwoch, 20. November 2024 in der Motorworld München

Die bayerischen Busunternehmen treffen sich am Mittwoch, 20. November 2024 zur diesjährigen Branchentagung ihres Verbandes LBO in München. Im Mittelpunkt der Versammlung mit begleitender Fachausstellung „Rund um den Bus“ in der Motorworld stehen die verkehrs- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen für das mittelständisch geprägte Omnibusgewerbe in Bayern. Rund 250 Fachbesucher und Gäste werden erwartet. Als Ehrengast und Festrednerin spricht am Vormittag Ulrike Scharf MdL, Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales. Oberbürgermeister Dieter Reiter spricht ein Grußwort. Ein Festabend im MotorworldInn rundet die Veranstaltung ab.

Busse stellen durch ihre Flexibilität und Wirtschaftlichkeit das Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs in Bayern dar. Und auch für den Reise-, Ausflugs- und Fernverkehr bieten sie einen umweltfreundlichen Weg in die Mobilität der Zukunft. Doch die in Bayern überwiegend klein bis mittelständisch geprägten Busbetriebe stehen vor immer größeren Herausforderungen. Allem voran steht nach wie vor der dramatische Fahrpersonalmangel. Die hierfür nötigen grundlegenden Reformen insbesondere im Fahrlerlaubnisrecht sind überfällig: Zu lang, zu kompliziert, zu teuer, lauten immer noch die Stichworte beim Erwerb des Busführerscheins. Auch wenn hier allmählich Bewegung ins Spiel kommt, gibt es noch enormen Handlungsbedarf.

Im Reise- und Ausflugsverkehr hemmen neben dem Mangel an Busfahrinnen und Busfahrern vor allem fehlende Infrastruktur und Parkraum, aber auch Vorurteile die Wachstumschancen des umweltfreundlichen Busreiseverkehrs in Bayern. Eine vom Tourismusministerium geförderte Studie soll dies ändern und aufzeigen, welche wirtschafts- und umweltpolitischen Potentiale der Bustourismus bietet und wie bayerische Städte und Destinationen davon profitieren können. 

Die langfristige Finanzierung des ÖPNV in Bayern ist DAS Thema für die rund 800 Betriebe im Linien- und Schülerverkehr. Wie kann der Ausbildungsverkehr auch in Zukunft wirtschaftlich und bezahlbar bleiben? Kann ein Kostenindex sowohl den Verkehrsunternehmen als auch den Auftraggebern die notwendige Planungssicherheit geben? Diese und weitere Fragen werden auf der Jahrestagung des LBO mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen diskutiert.

Der Branchentreff und die parallel stattfindende Fachmesse mit über 40 Ausstellern werden von LBO-Präsidentin Dr. Ing. Sandra Schnarrenberger am Mittwoch, 10.00 Uhr eröffnet.

Interessierte Fachbesucher und Pressevertreter sind herzlich willkommen.

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Programm

Ausstellerverzeichnis

Mobilität als Beruf: Chancen in der Personenbeförderung in Echtzeit erfahren

Informationsveranstaltung „Bayern gemeinsam bewegen“ am Samstag, 19. Oktober im Olympiapark München

München. Eine öffentliche Informations-Veranstaltung bietet am kommenden Samstag, 19. Oktober  von 10.00 bis 16.00 Uhr am Hans-Jochen-Vogel-Platz im Münchner Olympiapark allen Interessierten die Chance, sich aus erster Hand über Alltag, Herausforderungen und berufliche Möglichkeiten in der Verkehrs- und Mobilitätsbranche zu informieren. Unter dem Motto „Bayern gemeinsam bewegen“ möchten die Veranstalter, zu der auch der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen e.V. (LBO) gehört, in Zusammenarbeit mit Partnern wie dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, der Landeshauptstadt München sowie der Bundesagentur für Arbeit über Berufe und Tätigkeiten in der Transport- und Logistikbranche informieren. 

Besonders für Berufseinsteiger aber auch für Menschen, die sich beruflich neu orientieren möchten, bietet das Verkehrsgewerbe zahlreiche Perspektiven und Berufsmöglichkeiten. Doch die spannenden Tätigkeiten, wie zum Beispiel als Busfahrerin oder Busfahrer im Linien-, Schüler- Ausflugs- oder Reiseverkehr, fliegen bei der Berufswahl vielfach „unter dem Radar“. Die gemeinsame Veranstaltung der Branchenverbände soll dies ändern und die Vielfältigkeit der Berufe sichtbar machen.

„Gerade im Personenverkehr sind die vielen Berufsbilder modern, digital, abwechslungsreich und nicht zuletzt krisensicher. Ob im Fahrbetrieb, in der Disposition oder in der Werkstatt. Unsere mittelständischen Verkehrsunternehmen in Bayern bieten allen Interessierten viele spannende Entwicklungsmöglichkeiten“, betont LBO-Präsidentin Dr.-Ing. Sandra Schnarrenberger.

Insgesamt 36 Fahrzeuge, vom Lkw, über Wasserstoffbus, hochmoderne Reisebusse bis hin zu liebevoll restaurierten Oldtimerfahrzeugen warten ebenso auf interessierte Besucherinnen und Besucher, wie Infostände der Branchenverbände, der Agentur für Arbeit, des Jobcenters, der Verkehrspolizei München, und viele andere. Auch Probefahrten mit Bus und Lkw sind unter Anleitung erfahrener Fahrlehrer möglich und sollen Lust auf Mehr machen.

Neben spannenden beruflichen Einblicken sorgt ein buntes Rahmenprogramm mit Food-Trucks, Live-Musik und einem vielfältigen Bühnenprogramm für Unterhaltung. Alle interessierten Gäste haben die Möglichkeit, direkt mit Unternehmen ins Gespräch zu kommen und einen Blick hinter die Kulissen einer unverzichtbaren Branche zu werfen.

„Besonders dankbar sind wir auch für die Teilnahme und Redebeiträge von Staatsminister Christian Bernreiter MdL und dem Münchner Wirtschaftsreferenten Clemens Baumgärtner. Beide unterstreichen durch Ihr Kommen die Bedeutung der Mobilitätsbranche für unser Land und seine Menschen“, so LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl.

Weitere Informationen zur Veranstaltung:
https://www.c-na.de-gemeinsam-bewegen-muc

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Soziales/Bayern

Tarifvertrag für Omnibusfahrer in Bayern wieder allgemeinverbindlich

Sozialpartner des privaten Omnibusgewerbes setzen Signal gegen Lohn- und Sozialdumping!

MÜNCHEN. Die Busfahrerinnen und Busfahrer im privaten Omnibusgewerbe in Bayern erhalten rückwirkend zum 1. Oktober 2023 wieder einen allgemeinverbindlichen Lohntarifvertrag. Am 1. März 2024 hat der Tarifausschuss beim Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales den vom LBO und der Gewerkschaft Verdi im August 2023 abgeschlossenen Lohntarifvertrag Nr. 30 erneut als Anschlusstarifvertrag für die Berufsgruppe Omnibusfahrer für allgemeinverbindlich erklärt.

Die Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) eines Tarifvertrags bewirkt nach dem Tarifvertragsgesetz, dass die Rechtsnormen dieses Tarifvertrags auch für alle bisher nicht tarifgebundenen Arbeitgeber und Arbeitnehmer innerhalb des sachlichen und räumlichen Geltungsbereichs des Tarifvertrags verbindlich werden und Gesetzescharakter entfalten. Konkret bedeutet dies, dass alle Omnibusfahrer, die in privaten bayerischen Busbetrieben beschäftigt sind, Anspruch auf den Tariflohn (einschließlich der Schicht- Nacht- und Mehrarbeitszuschläge) des Lohntarifvertrages Nr. 30 haben. Der Tarifvertrag läuft mindestens bis zum 31. März 2025.

Die Einhaltung gesetzlich und tarifvertraglich vorgegebener sozialer Standards und Arbeitsbedingungen liegen im öffentlichen Interesse und sind für den Erhalt der Verkehrssicherheit unerlässlich. „Mit der Allgemeinverbindlicherklärung des Lohntarifvertrags für bayerische Omnibusfahrer haben das Arbeitsministerium und die Sozialpartner des privaten Omnibusgewerbes ein wichtiges Signal gegen Lohn- und Sozialdumping gesetzt“, begrüßt der Vorsitzende der LBO-Tarifkommission, Nico Schoenecker, die Entscheidung.

„Aufgrund der besonderen Verantwortung des Fahrpersonals muss sichergestellt sein, dass dieses mit den tarifvertraglich vereinbarten Löhnen ein Auskommen hat und nicht durch Lohndumping in Zweit- oder Drittarbeitsverhältnisse getrieben wird“, so Schoenecker. Angemessene Lohn- und Arbeitsbedingungen sind auch für die Bewältigung des Fachkräftemangels in der Omnibusbranche unverzichtbar. Die AVE ist für die Mitarbeiter ein sichtbares Signal, dass deren Arbeit mit einem angemessenen Lohn gewürdigt wird.

 

Anlage

Ostbayerisches Busunternehmertreffen

Unternehmergespräch des LBO mit Dr. Stefan Ebner MdL

Am 26. Januar trafen sich auf Initiative der Zwiesler Busunternehmerin und LBO-Bezirksvorsitzenden Carolin Lambürger-Treml rund 40 Busunternehmerinnen und -unternehmer aus Niederbayern und der Oberpfalz zu ihrem traditionellen Stockturnier in Zwiesel sowie zum anschließenden Unternehmergespräch in Bodenmais im Landkreis Regen. Dort erörterte Dr. Stefan Ebner (CSU), Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Regen und Freyung-Grafenau mit den Unternehmern und Verbandsvertretern die verkehrs- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen für die rund 270 mittelständischen Busbetriebe der Region.

In seinen einführenden Worten hob der Abgeordnete die enorme Bedeutung des öffentlichen Personennahverkehrs für die Mobilität und Teilhabe der Menschen, gerade im ländlichen Raum, hervor und dankte den Unternehmerinnen und Unternehmern für ihre zuverlässige Arbeit – die aufgrund des gravierenden Fahrermangels alles andere als einfach sei. Gerade in Ostbayern, wo über 80 Prozent des gesamten Nahverkehrs von kleinen und mittelständischen Familienbetrieben bedient würden und über 120 Millionen Menschen jährlich den Bus als umweltfreundliches Verkehrsmittel nutzten, müsse der Personalmangel besonders bekämpft werden, so Ebner. Er unterstütze deshalb das Bemühen der Branche für Reformen beim Führerscheinrecht.

LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl erklärte, dass hierfür die Ausbildungspraxis grundlegend reformiert werden müsse. „Es kann nicht sein, dass die gleiche theoretische und praktische Ausbildung in Österreich deutlich schneller und vor allem zu einem Bruchteil der Kosten als bei uns absolviert werden kann.“ Werden in Deutschland mehr als 10.000 Euro für den Busschein fällig, sind es in Österreich nur rund 3.000 Euro – bei absolut gleichwertiger Ausbildung.

Angesichts ca. 4.000 fehlender Busfahrer bayernweit fällt es vielen Betrieben zunehmend schwer ihre vertraglichen Verpflichtungen, den ÖPNV und Schülerverkehr vollumfänglich sicherzustellen, zu gewährleisten. „Jeder einzelne Betrieb würde sofort Fahrerinnen und Fahrer einstellen, wenn es sie nur gäbe“, bestätigt die niederbayerische LBO-Bezirksvorsitzende Lambürger-Treml.

„Mobilität ist in Ostbayern ein ganz entscheidender Faktor. Sie ist für gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land unerlässlich. Ein attraktiver ÖPNV ist zudem ein wichtiger Standortfaktor und eine tragende Säule für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Heimat. Die privaten, familiengeführten Betriebe, die genau das in Bayern zuverlässig sicherstellen, können sich auf die CSU verlassen, versprach Stefan Ebner am Ende der Diskussion.

München/Zwiesel 29.1.2024

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