Profil & Auftrag

Der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) e.V. wurde am 11. Dezember 1946 in München gegründet. Seit 8 Jahrzehnten vertritt der Verband die fachlichen und gewerbepolitischen Interessen des privaten Omnibusgewerbe in Bayern auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene.

Historie

Am 11. Dezember 1946 wurde der LBO, damals noch unter dem Namen „Landesverband Bayerischer gewerbsmäßiger Omnibus-Unternehmungen“ im städtischen Gaswerk am Unteren Anger in München auf Einladung des Münchner Stadtrates Josef Ostermeier gegründet. 

Aus dem Protokoll der Gründungsversammlung geht hervor, dass alle Entscheidungen einstimmig getroffen wurden. Diese große Übereinstimmung in den Meinungen ist auch heute noch eine wesentliche Stärke des LBO. Ebenso einstimmig wie die Satzung wurde Rudolf Schoenecker zum 1. Vorsitzenden des LBO gewählt, dieser leitete die Geschicke des Verbandes bis ins Jahr 1972.

Die 50er Jahre waren von den Diskussionen um eine Änderung des Personenbeförderungsgesetzes geprägt. Dabei hatte der LBO als Vertreter des privaten Omnibusgewerbes besonders mit den staatlichen Verkehrsträgern Bahn und Post zu tun. 

Der LBO selbst entwickelte sich neben der gewerbepolitischen Vertretung auch zu einer Service-Organisation. Zu diesem Zweck schloss er 1958 einen Vertrag mit den beiden bayerischen Straßenverkehrsgenossenschaften, um die wirtschaftliche Betreuung der Omnibus-unternehmen zu fördern. 

Rückblickend ist das Jahr 1963 als ganz besonders wichtig für die Entwicklung des LBO zu betrachten. In diesem Jahr wurde mit der Gründung des Arbeitskreises junger Omnibusunternehmer (AJO) der Grundstein für die erfolgreiche Weiterentwicklung des privaten Unternehmertums und seines Nachwuchses gelegt. So stolz wie der LBO 1971 sein 25stes Jubiläum feierte, so katastrophal begannen die 70er Jahre für den Verband und das deutsche Omnibusgewerbe. Anfang Januar 1972 war der designierte Vorsitzende des Bundesverbandes des Deutschen Personenverkehrsgewerbes, Erich Schefenacker, der den Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer führte, tödlich verunglückt. Am 03.12.1972 ereilte die größte Katastrophe der deutschen Luftfahrt den LBO und seine Gäste. 150 Teilnehmer der LBO-Studienreise kamen bei dem Flugzeugabsturz auf Teneriffa ums Leben. 110 Unternehmerkinder wurden schlagartig zu Waisen. Eine Vielzahl von Betrieben musste von befreundeten Unternehmern betreut und weitergeführt werden. Vom engeren Vorstand des LBO hatten nur der stellvertretende Vorsitzende Bruno Burger und das geschäftsführende Vorstandsmitglied Helmut Seither die Katastrophe überlebt, der erweiterte Vorstand hatte die Hälfte seiner Mitglieder verloren. Wie sich nach der Katastrophe von 1972 zeigte, war das Überleben des LBO neben der Tatkraft Helmut Seithers vor allem den inzwischen gereiften Unternehmerpersönlichkeiten des AJO zu verdanken.  Die damalige Führungsmannschaft des LBO hatten sich zuerst im AJO-Kreis zusammengefunden. Neben der Fortbildung des Unternehmernachwuchses hatte sich der AJO auch die Entwicklung eines gewissen Corpsgeistes in der Unternehmerschaft zum Ziel gesetzt. Über die Jahrzehnte haben fast 1000 Referenten aus den verschiedensten Bereichen von Politik, Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft, internationalen Organisationen, Presse und des Gewerbes selbst den Jungunternehmerinnen und -Jungunternehmern Anregungen aus ihren Fachgebieten vermittelt, Denkanstöße gegeben und Wissen vermittelt.

Bis heute vertritt der LBO die Interessen aller bayerischen Busunternehmen im Bereich der Bustouristik, Schülerbeförderung, Mietomnibusverkehr sowie dem öffentlichen Personennah-verkehr. Der LBO wirkt auf Landes-, Bundes- und auch auf Europäischer Ebene an allen Gesetzesvorhaben, die die Omnibusunternehmen betreffen mit. Ebenso vertritt der LBO die bayerischen Omnibusunternehmen gegenüber der Öffentlichkeit, also Rundfunk, Fernsehen und Zeitungen.